Folge 34: Wein online kaufen

Lohnt es sich Wein online zu kaufen? Der Weinhandel gehört nicht zu den boomenden Online-Branchen und das hat Gründe. Wir erklären Euch, wann sich Wein-Online-Shopping lohnt und wann nicht.

Wein online kaufen ist eigentlich bequem, gehören Weinflaschen doch zu den eher schweren Alltagsgegenständen, die man sich gerne vom Paketboten in den dritten Stock tragen lässt. Doch Wein-Online-Shopping hat nicht nur mit Bequemlichkeit zu tun, sondern auch mit Geschmack – und die Angst vor dem falschen Wein im 12er-Karton hält erstaunlich viele Verbraucher vom Online-Kauf ihres Weines ab.

Wir sehen das eigentlich ähnlich: Wein online zu kaufen um einen Euro pro Flasche zu sparen, lohnt nur selten. Der Service beim Händler vor Ort, vor allem die Möglichkeit zu probieren und möglicher Ersatz bei Flaschenfehlern, wiegt eine Ersparnis von wenigen Prozent kaum auf. Doch es gibt auch Situationen, in denen sich der Weinkauf im Internet lohnt. Gehen wir die Frage doch einmal anhand konkreter Weine an.

Deutsche Weine online kaufen

Einen deutschen Winzerwein kauft Ihr entweder beim Fachhändler um die Ecke (einzelne Flaschen) oder beim Winzer direkt (ab 12 Flaschen oder ein Probierpaket), das ist unsere Meinung, die allerdings sehr stark dadurch gefärbt ist, dass wir in Berlin leben und es hier nicht an guten Quellen mangelt. Wer irgendwo auf dem platten Land lebt und von Filialisten wie ‚vom Fass‘ oder Jacques Weindepot umzingelt ist, dem bleibt gar nichts anderes übrig, als auch deutschen Wein online zu kaufen. Rindchen HomepageUnd wenn Ihr nur die Neugierde befriedigen wollt, wie denn dieser oder jener viel diskutierte Wein eines Winzers schmeckt, dann lohnt es sich auch nicht gleich ein Probierpaket beim Winzer zu ordern. Für solche Fälle gibt es hervorragend sortierte Online-Weinhändler, bei denen Ihr euch Eure eigenen Probierpakete über Weingebietsgrenzen hinweg zusammenstellen könnt. Einerseits sind das klassische stationäre Weinhändler mit Webshop wie Mövenpick, Ludwig von Kapff, die Weinzeche Essen, Willenbrock oder Rindchens Weinkontor, andererseits die reinen Onliner wie Vicampo, Vinexus, Belvini oder Genuss7. vicampoUnbedingt empfehlen wollen wir unsere Freunde von K&M aus Frankfurt, bei denen Ihr auch das Weinpaket der Webweinschule online bestellen könnt. Hawesko hat zwar ein breites Angebot, oft aber Apothekenpreise und lohnt sich nur, wenn es gerade einen Hawesko-Gutschein gibt oder Restposten locken. Dann gibt es die mit
besonders exquisitem Sortiment wie Behringer und SohnLobenbergs gute Weine und K&U/Weinhalle. Die beiden Letztgenannten haben auch ein exquisites Österreichsortiment. Ansonsten gilt auch für österreichische Winzer: schaut erst einmal in Eurer Umgebung. Der Direktbezug aus Österreich scheitert meist am üppigen Paketporto. Als Ösi-Spezialisten empfehlen können wir noch Wagners Weinshop.

Neben der Bequemlichkeit in der Abwicklung von Reklamationen gibt es noch ein weiteres Argument dafür, möglichst regelmäßig im örtlichen Fachhandel einzukaufen. Viele von euch fragen uns: wie finde ich Zugang zur Weinszene meines Heimatortes? Und die Antwort ist: am einfachsten über die engagierten Händler in Eurer Stadt. Und mit denen kommt Ihr am besten in Kontakt, wenn ihr die spannenden Weine aus deren Sortiment kauft – nicht um jeden Preis, aber ohne auf ein oder zwei Euro Preisdifferenz zum Internet zu schauen.

Markenweine im Internet kaufen

Internationale Markenweine, also etwa Dieter Meiers Puro, Antinoris Villa Antinori, sämtliche Produkte der Champagner-Häuser, die einfachen Weine von Rothschild, Mondavi oder Penfolds und auch die Weine von Deutschlands qualitativ bestem Massenproduzenten Markus Schneider kauft Ihr online meist deutlich günstiger als im stationären Handel. Wein online kaufenViele dieser Weine sind sehr ordentlich und der ideale Wein für die Party, bei der ihr einen Wein ausschenken wollt, der Eurem Status als Weintrinker zur Ehre gereicht ohne Euch zu ruinieren (okay, Champagner für alle ist immer ruinös). Und genau dann kauft Ihr diese Weine online, wenn Ihr ein 6er- oder 12er-Paket braucht. Und dann schaut Ihr euch auf den Seiten der Händler um, die vor allem mit Aktionspaketen oder schmalem Sortiment große Mengen solcher Weine verkaufen. TVino gehört hier zu den empfehlenswerten Online-Shops, ebenso wie Feinkostspezialist Gourmondo.

Ihr könnt diese Weine auch online kaufen, wenn ihr ganz alleine ordentlichen Wein trinken wollt, aber tatsächlich entwachst Ihr diesen Weinen vermutlich mit der Zeit. Sie sind vor allem eines: verlässlich, und je länger Ihr euch mit Wein beschäftigt, desto unwichtiger findet Ihr Verlässlichkeit und desto mehr interessieren Euch Spannung und die Entdeckung von Neuem. Aber Parties feiern, das gebt Ihr hoffentlich nie auf.

Internationale Spezialitäten im Wein-Onlineshopping

Der größte Teil der Weine, die im Internet Absatz finden, stammt aus dem Ausland und das verwundert nicht weiter, fehlt doch die Konkurrenz durch die Direktvermarktung der Weingüter. Fast jeden internationalen Spitzenwein, egal ob Brunello aus Italien, Rioja Gran Reserva aus Spanien, Klassifiziertes Chateau aus Bordeaux oder Boutique Wein aus Kalifornien findet Ihr im Vinos.deInternet günstiger als im stationären Handel. Dazu kommen riesige Mengen an ordentlichen Alltagsweinen und gehobener Ware in der Region 8 bis 20 Euro. Allerdings bieten die günstigsten Webhändler oft wenig Beratung. Spanienspezialist Silkes Weinkeller verkauft ausschließlich über den Preis und viele bunte Medaillen und hohe Punktzahlen neben den Produktbildern. Wer von Spanien keine Ahnung hat, der geht bei so einem Händler verloren. Wer Ahnung hat, spart allerdings richtig. Konkurrent Wein & Vinos setzt auf eine Bewertungsplattform und bietet ungeschminktes Kundenfeedback zu jedem Wein, was gerade jüngere Konsumenten einer von Fachworten strotzenden Beratung vorziehen. Auch bei diesem Händler geht aber vor allem einiges über den Preis. Dass es immer noch billiger geht, zeigt decántalo, die direkt aus Spanien versenden und oft den tiefsten verfügbaren Preis bieten. Das Porto bei diesem Händler ist zwar etwas höher, wer aber durchgängig in der 20-Euro-Liga einkauft, holt das locker wieder raus. decantaloBei den Italien-Spezialisten setzt Ronaldi auf ein eigenes Bewertungssystem seiner Weine und findet als einer er wenigen Händler nicht einfach alles großartig. Bis zu 5 Sterne können Weine bei Ronaldi erringen und etliches im Sortiment hat lediglich zwei, weist trotzdem oft ein gutes Preis-Leistungsverhältnis auf. Auch Ronaldi ist oft Preisführer, als Alternative eignet sich manchmal Vineola. Reine Frankreichspezialisten gibt es kaum im Web. Hier lohnt sich ein Blick zu den oben genannten Händlern mit exquisitem Sortiment oder zu denen mit riesiger Auswahl wie Weinunion oder Vinello, bei denen Ihr auch Weine aus ganz exotischen Weinländern wie Israel findet. Capreo ist einer der guten Anbieter von Weinen aus Südafrika, Konkurrent Club of Wine ist nicht auf Südafrika beschränkt, hat aber dort einen Sortimentsschwerpunkt. Weine von Down Under sind der Schwerpunkt von Shiraz und Co. Einen ganz anderen Ansatz fährt Delinat, die nicht die Herkunft, sondern die Machart zum Kriterium machen: Hier ist alles Bio, ebenso wie bei Vinaturel.

Gereifte Weine kaufen oder ersteigern

Gereifte Weine online zu kaufen ist Vertrauenssache. Unsachgemäße Lagerung setzt einem Wein immer zu und ist eine Flasche über Jahre falsch gelagert worden, schränkt das den Genuss erheblich ein. Quellen für gereifte Weine finden sich im Web reichlich, allen voran ebay. Doch Weinkauf bei eBay ist sehr oft mit einem Risiko verbunden. Ob Ihr dieses eingeht, könnt Ihr nur selbst entscheiden. Wenn Ihr euch für deutsche Weine interessiert, könntet Ihr viel Spaß damit haben Kellerleichen bei ebay zu ersteigern, die gehen dort reichlich für einen Euro plus Porto über den Tisch. Sobald es sich bei den eingestellten Weinen aber um mehr oder weniger trinkreife Weine berühmter Herkunft, also etwa Bordeaux, Brunello, oder Barolo handelt, erreichen die Preise annähernd Weinauktiondas Niveau der spezialisierten Händler. Zu denen gehört zuvorderst Unger Weine, die als sehr vertrauenswürdige Quelle gelten. Klein und fein unterwegs in dieser Nische ist auch Nussbaum Weine. C&D aus Köln, die auch ein tolles Deutschland- und Frankreichsortiment haben, kaufen auch regelmäßig private Keller auf und haben dann Raritäten im Angebot. Gleiches gilt für Vineshop24. Das sind alles seriöse Quellen (hier haben wir einen Vineshop-Gutschein für Euch). Das Problem für einen Raritätenhändler ist, dass er sich beim Ankauf von Weinen zwar ein Bild von den Lagerbedingungen des Verkäufers machen kann, dies aber nicht automatisch bedeutet, dass die Weine über ihre ganze Lebensdauer unter diesen Bedingungen gelagert wurden. Auch hier ist ein persönlicher Kontakt zum Händler oft viel wert. Die Lagerproblematik gilt auch für die Wein-Auktionshäuser, von denen es gleich mehrere gibt: Traditionsunternehmen Koppe & Partner verkauft die wirklich wertigen Weine meist in Präsenzauktionen in Luxushotels Vineshop24deutscher Großstädte und versteigert einmal im Monat den Kleinkram online – hier könnt Ihr Schnäppchen machen. Die Munich Wine Company ist ebenfalls seit einiger Zeit am Markt. Neuester Spieler im Markt ist Catawiki. Wichtig bei Auktionen ist: prüft vorher, ob euer Gebot der finale Preis ist, oder ob noch Fracht, Taxe und Gebühren dazukommen. Die Preisauszeichnungsverordnung, die verlangt, dass immer der Alles-inklusive-Preis genannt werden muss, gilt bei Auktionen nicht.

Wein online kaufen – der Freakstoff

Die größte Stärke des Internets sind aber vielleicht diese kleinen, feinen Freakshows, die von Laufpublikum niemals leben könnten, weil sie ganz spezielle Weine verkaufen, deren Liebhaber über das ganze Land verstreut sind. Alex Zülch war mit Vins Vivants der erste, der sich auf Orange und Natural Wines spezialisierte. Samovino handelt exklusiv mit serbischen, Phiala mit georgischen Weinen, von denen viele ebenfalls in diese Kategorie fallen.

Kommentare (11)

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Jens Taken
07. Dezember 2018 um 22:16
Hier der link: https://www.vicampo.de/les-jamelles-cinsault-rose Unter "Steckbrief" schauen. Oder dieser hier, aus dem Dorf, das ich erwähnte. Mit dem Zusatz "Mis en boteille au Chateau". https://www.vicampo.de/les-jamelles-grenache Es geht mir nicht darum, ob das juristisch einwandfrei ist, sondern ob es verbraucherfreundlich ist. Und das bezweifle ich.
Felix
09. Dezember 2018 um 11:57
Also dieser Steckbrief ist doch nun wirklich als Marketing-Blablka erkennbar. Einigen wir uns darauf, uneinig zu sein. Ich finde es sehr verbraucherfreundlich. Wenn Abfüller, dann Abfüller. Ich habe den Hinweis auf der Vicampo-Seite überall als 'Wichtige Information' deklariert gefunden. Der einzelne Schlossabzug wird vermutlich genau das sein: eine Erzeugerabfüllung, auch wenn Sie nur eine Lagerhalle gesehen haben. Vielleicht war das die Maschinenhalle? Wenn die Trauben im Nachbarort verarbeitet werden? Luis Latour, Domain Rothschild, Chapoutier, Guigal, kaum ein großer französischer Name, der auch Kellereiware produziert, wo dann nicht gelegentlich eine Erzeugerabfüllung mit drunter rutscht (und nur selten andersrum). Es gibt kein einziges Deklarationsrecht auf der Welt, bei dem jemand, der sich nicht mit der Materie beschäftigt, irgendetwas mit den angebotenen Informationen anzufangen weiß. Beim Wein muss ich nur sehr wenig wissen, um die Kellereiware von der Winzerware zu unterscheiden. Ich finde das nicht schlecht.
Jens Taken
07. Dezember 2018 um 13:06
Tja, das Etikett... Ich bin beileibe kein Experte für das Thema Wein und kann auch nur von einer einzigen Weinregion behaupten, einen kleinen Einblick in die dort verbreiteten Produktionsweisen bekommen zu haben. Das ist das Languedoc-Roussillon, und hier besonders die Regionen Minervois und Corbières, da wir dort seit einigen Jahren gerne unsere Urlaube verbringen und bei der Gelegenheit den einen oder anderen Winzer besuchen, Weine verköstigen und einkaufen. Diese Region ist geprägt von einer großen Bandbreite von Weinen und Weinherstellern, vom kleinen, feinen Winzer, der mit kleiner eigener Rebfläche super Weine macht, über Großproduzenten und Genossenschaften, wo die Transparenz oftmals schon eingeschränkt ist, bis zu Massenweinen, wo man dann gar nicht mehr weiß, was in der Flasche drin ist. Ein gutes Beispiel für den letzten Typus sind die Weine, die unter der Herstellerbezeichung "Les Jamelles" in den Handel gebracht werden. Das Etikett sagt als Herkunft "Pay D'Oc", das bedeutet, die Trauben dieses Weins können aus dem gesammten Languedoc-Roussillon kommen, und das reicht ungefähr von der Rhone bis zur spanischen Grenze. Einige der Weine namens "Les Jamelles" kommen laut Etikett sogar aus dem winzigen Dorf, in dem wir schon einige Male eine Ferienwohnung bezogen haben. Dort sucht man allerdings vergebens nach einem Winzer, der diesen Wein herstellt. Ganz in der Nähe der Ferienwohnung findet man aber eine, naja, ich sag mal kleine Lagerhalle, an der ein Schild mit der Angabe "Les Jamelles" hängt (und noch zwei andere Schilder zweier Weinhersteller). An dieser Lagerhalle habe ich während unserer Urlaube noch nie Aktivitäten feststellen können, und wir sind immer im September während der Haupterntezeit dort, dann ist bei allen Winzern Hochbetrieb und reges Treiben auf ihren Höfen angesagt... Aber der Wein kommt laut Etikett aus diesem Dorf, von einem wie Vicampo auf seiner Webseite verlautet "Winzer von Weltruf". Das ist mit Verlaub quatsch. Von dieser Art von Weinen findet sich bei den großen Weinhändlern eine Menge im Angebot und die stehen dort neben den Winzerweinen im Regal und der Laie soll das unterscheiden. Die Kennzeichnungspflichten sind bei ganz vielen Lebensmitteln insgesamt unzureichend, auch beim Wein. Man stelle sich mal vor, man hätten bei so sensiblen Lebensmitteln wie Hühnereiern eine Kennzeichnung wie beim Wein. Unvorstellbar!
Felix
07. Dezember 2018 um 15:36
Also Les Jamelles von Vicampo ist kein Weingut und ich denke, die Anpreisung, wie sie Vicampo hier vornimmt, hält einer rechtlichen Überprüfung stand, denn wie Vicampo wahrheitsgemäß angibt, handelt es sich bei den Les Jamelles Weinen um eine Abfüllung von Badet, Clément & Cie, 10, rue Lavoisier, 21700 Nuits-Saint-Georges, also einem Unternehmen aus dem Burgund, was ganz schön weit weg ist. Allerdings bedeutet dass nicht, dass die Weine nicht im Pays d'Oc gefüllt sind. Die Angabe 'entstehen in handwerklicher Manier' heißt nichts anderes als, 'entstehen nicht in handwerklicher Arbeit, sondern nur so ähnlich' – da wird ebenfalls mit offenen Karten gespielt. Das ist Kellereiware aus einem großen Gebiet. Aber das Etikett weist das doch eindeutig aus: Abfüller sitzt im Burgund, keine Erzeugerabfüllung, und das steht auch so auf der Webseite. Wir haben in der entsprechenden Folge erklärt worauf es ankommt und wer das anwendet, der geht diesem Wein auch nicht auf den Leim. Q.E.D. ;-) Den „Winzer von Weltruf“ konnte ich nicht finden. Der wäre bei den Kellereiweinen unter bestimmten Umständen irreführend und justitiabel. Da bräuchte ich mal den Link.
Jens Taken
04. Dezember 2018 um 12:27
Sehr gute und differenzierte Darstellung des Themas! Allerdings wird ein grundsätzliches Merkmals des Weinhandels nur implizit gesagt bzw. angedeutet (was natürlich der Kürze einer Folge geschuldet ist): Die Weine, die in Deutschland als Inhalt von Weinflaschen verkauft werden, sind doch sehr heterogen. Und woher soll der Laie wissen, wenn er in die Filiale eines der angesprochenen Filialisten geht, dass das, was da vor ihm steht und liegt, eben zum allergrößten Teil keine so genannten Winzerweine sind? Und was ist es statdessen? Für ihn/sie ist das eine Weinhandlung und da gibt es Wein zu kaufen und Wein kommt bekanntlich vom Winzer... Tatsächlich ist es aber international gesehen eher die Ausnahme als die Regel, dass derjenige, der die Trauben anbaut, auch derjenige ist der den Wein herstellt und in Flaschenform verkauft. Vielleicht also mal ein Thema für eine eigene Folge!?
Felix
05. Dezember 2018 um 10:33
Die Kennzeichnungspflicht ist vergleichsweise Eindeutig, Erzeugerabfüllung steht auf dem Etikett, wenn es sich um das handelt, was Sie Winzerwein nennen, es sei denn, Sie wollen Genossenschaften den Winzerstatus absprechen. Allerdings steht der Name der Genossenschaft ja eh auf dem Etikett. Das ist eigentlich ausreichend in den Folgen über das Weinetikett behandelt. Im übrigen halte ich das für eine gewagte These, dass Filialisten 'zum allergrößten Teil keine so genannten Winzerweine' verkaufen. Rindchen, Jacques und Co. haben meiner Erfahrung nach sehr viele Erzeugerabfüllungen im Programm. Auch die These, international sei es die Regel, dass Traubenerzeugung und Weinausbau von verschiedenen Unternehmen durchgeführt werden, mag ich nicht unterschreiben. Für welches Land außer Südafrika soll das denn gelten?
Harald Bänsch
18. Mai 2018 um 19:37
Bin ich voll bei Euch - es sind vielmehr die Spezialisten wie gute griechische Weine (gibt es!), Kroaten, Tschechen oder auch Georgen da macht es Sinn. Aber reine Durchlauf-Fabriken wie Silke wo man teilweise 3-4mal am Tag mit Emails von s.g. Ausnahme-Weinen bombardiert wird, habe ich abgeschworen. Da geht es nur um Umsatz und weniger um Kundenzufriedenheit!
Martin
06. Januar 2016 um 10:00
Sehr interessante Übersicht mit eurer Einschätzung, vielen Dank! Dass das Angebot so groß ist - Wahnsinn. Dazu die Webshops der Winzer selbst. Mir fällt noch Wine In Black ein.
Felix
19. Januar 2016 um 14:12
Ja, Wine in Black ist im Prinzip auch attraktiv. Das Thema curated Shopping haben wir ausgelassen, sonst wäre das Video noch länger geworden.
Wolfgang Weber
04. September 2015 um 23:54
In dem Artikel steckt viel Wahrheit aber auch viel Pauschalisierung. Auch wenn hier mein webshop www.derweinweber.de ignoriert wird, wage ich trotzdem zu behaupten dass wohl niemand sonst z. B. so viele supergünstige Ausprobierpakete anbietet. Unsere Reklamations- und Retourenrate geht, nicht zuletzt wegen unsere kundenfreundlichen Grundeinstellung, gegen Null. Und das unser Lieferprogramm stimmtbeweisen die vielen Wiederholungstäter unter unseren Kunden.
Felix
06. September 2015 um 12:19
Ganz ohne Pauschalisieren geht es nicht, aber Danke für die lobenden Worte. Wir können nicht jeden Shop ausprobiert haben, deswegen bieten wir ja auch an, die Kommentarspalte für Ergänzungen zu nutzen. Ich habe den Verweis in Deinem Kommentar entsprechend verlinkt.
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