Zu spanischem Rotwein: Die besten Tapas-Ideen

Weinkenner sind für gewöhnlich nicht nur in Bezug auf gute Tropfen Genussmenschen. Auch der Rahmen rund um ein gutes Glas Wein muss für sie stimmen.
Rioja Prado Enea

Ob ein kräftiger Rotwein mit Zartbitterschokolade vor dem Kamin im Winter, ein Weißwein zum Salat während der Sommermonate oder auch Marsala zum Dessert: Essen und Wein gehören zusammen. Und geht es um rote, spanische Tropfen, sind Tapas genau die richtige Wahl. Eine kleine Auswahl: 

Tapas-Tipp 1: Manchego 

Manchego Käse ist eine spanische Spezialität, die bei keinem Tapas-Abend fehlen darf. Dieser Schafskäse stammt aus La Mancha und wird unter den besonderen Anforderungen der D.O. Queso Manchego erzeugt. Manchego zeichnet sich durch seinen pikanten und herzhaften Geschmack aus, der von feiner Säuerlichkeit untermalt wird. Er muss nicht auf Brot genossen werden, sondern am besten pur aus der Hand. 

Wein Manchego

Manchego verfügt über einen intensiven, aber nicht unangenehmen Geschmack. (Quelle: VMonte13 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Dank seines kräftigen Aromas ist Manchego der perfekte Partner für ebenso kraftvollen Rotwein aus Spanien. Ein Tempranillo beispielsweise, oder auch Cuvées mit Garnacha, die im Barrique reifen durften, werden ihm absolut gerecht. Vor allem weiche Tannine spielen sehr eindrucksvoll mit der Säure des Manchego, was die Genusskombination zu einem echten Highlight macht. 

Tapas-Tipp 2: Muslitos mit Krebsfleisch

Muslitos, häufig auch als Krebsfleisch-Kroketten bezeichnet, sind eine sehr delikate Möglichkeit, Fisch in die Tapas-Auswahl zu integrieren. Die Kombination aus weichem Innenleben und frittierter Kruste kommt auch bei unerfahrenen Genießern sehr gut an. Dabei ist die Zubereitung denkbar einfach und kann sogar in der heimischen Küche bewerkstelligt werden. Hierbei wird Surimi gemeinsam mit verschiedenen Gewürzen und etwas Frischkäse zu einer gebundenen Masse püriert und zu Bällchen geformt. Diese Bällchen müssen dann nur noch in Ei sowie Semmelbröseln gewendet und frittiert werden. 

Was das Frittieren der Muslitos betrifft, ist die Verwendung einer Fritteuse ratsam. Einen Topf mit Frittieröl zu füllen, funktioniert zwar auch, ist allerdings mit einem gewissen Schmutz- und Verletzungsrisiko verbunden. Da Muslitos am besten auf einer Temperatur von rund 180 Grad Celsius frittiert werden sollten, empfiehlt sich die Nutzung einer Fritteuse mit einstellbarer Temperatur. Über diese Funktion und weitere Aspekte informiert küchengeräte-test.de. 

Wenngleich Muslitos als Fisch-Tapa serviert werden, harmonieren sie doch sehr gut mir spanischem Rotwein. Die Spannung zwischen Noten wie Beerenfrucht, Holz, Gewürzen und der leichten Fischnote der Muslitos kann sehr spannend sein. 

Tapas-Tipp 3: Jamón Ibérico 

Wein Iberico

Jamón Ibérico ist der wohl beliebteste Exportschlager, was spanischen Schinken betrifft. (Quelle: ExplorerBob (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Iberico Schinken, in Spanien Jamón Ibérico genannt, gehört zu den hochwertigsten Schinken-Spezialitäten des Landes. Das Fleisch des schwarzen Ibérico Schweines wird bei der Zubereitung behutsam luftgetrocknet und erhält hierdurch eine sehr würzige Note, die gut zu Rotwein mit animalischen Tendenzen passt. Bei einem Tapas-Abend wird der Jamón Ibéric am besten in Würfeln oder auch zwei Millimeter dicken Scheiben pur serviert. 

 Geht es um Jamón Ibérico, so sollten Genießer die verschiedenen Varianten dieser Spezialität kennen. So gibt es den „Jamón Ibérico de Bellota“, bei dem die Schweine ausschließlich Steineichen-Früchte und Kräuter gefressen haben, den „Jamón Ibérico cebo de campo“, bei dem ebenfalls Eicheln gefüttert wurden, die Endmast aber mit Getreidefutter stattfand und den „Jamón Ibérico de cebo“, bei dem die Schweine nur mit Getreide gefüttert wurden. In jedem Fall gilt dieser Schinken als der wohl beste der Welt und wird zu entsprechend hohen Preisen angeboten. Wie hr-inforadio.de berichtet, ist der Schinken sogar so beliebt, dass es inzwischen zu einer gewissen Knappheit kommt. 

Tapas-Tipp 4: Pimientos de Padrón 

Kommen Pimientos de Padrón bei einem Tapas-Abend auf den Tisch, wird es scharf. Jedoch nur bei jeder zehnten Schote, wenn Genießer diesem Mythos Glauben schenken. Bei Pimientos de Padrón handelt es sich einerseits um eine bestimmte Sorte Paprika und andererseits auch um das beliebte Gericht, das aus ihnen entsteht. 

Wein Pimientos

Pimientos de Padrón können in ihrer Schärfe stark variieren. (Quelle: Brett_Hondow (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

In der Zubereitung sind die Pimientos de Padrón denkbar unkompliziert. Es braucht lediglich einige grüne Schoten, eine Pfanne, gutes Olivenöl und grobes Meersalz. Die Pimientos werden in einer heißen Pfanne in Olivenöl so lange angebraten, bis sich an ihrer Oberfläche leichte Blasen bilden. Im Anschluss nur noch mit Meersalz bestreuen und der spanische Tapas-Klassiker ist fertig. 

Tapas Tipp 5: Aioli mit gutem Brot 

Der wohl bekannteste Bestandteil eines jeden Tapas-Abends ist gute Aioli. Diese Knoblauch-Mayonnaise lässt sich zu allen bisherigen Tapas servieren und kann hier als Dip fungieren. Aber auch zu frischem Weißbrot schmeckt Aioli sehr gut. In Kombination mit Wein können Genießer bei Aioli nicht viel falsch machen, da der pikante Geschmack dieser Spezialität sich dank der Kombination mit verschiedenen Tapas sehr vielfältig gestalten und dosieren lässt. 

Üblicherweise wird Aioli in einem kleinen Topf serviert. Damit die Creme jedoch auch nach einiger Zeit noch ansehnlich bleibt (und gleichermaßen auch aus hygienischen Gründen), sollte bei größeren Runden jeweils ein Extra-Töpfchen pro Gast bereitstehen. Wer Aioli selbst zubereiten möchte, findet bei lecker.de ein anschauliches Rezept. 

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